Folgen von Umwelt- und Ressourcenschutz für Bildung, Qualifikation und Beschäftigung


Themengebiet:
Umwelt & Gesellschaft


Kurzbeschreibung:
In der politischen Diskussion wird der (tatsächliche und mögliche) Einsatz der Umweltpolitik für beschäftigungspolitische Ziele intensiv und kontrovers diskutiert. Sowohl in der Politik als auch in der Wissenschaft wird diese Zielkombination und werden auch die Instrumente einer beschäftigungswirksamen Umweltpolitik sowie die (erhofften positiven) Effekte höchst unterschiedlich bewertet. Zahlreiche Nachhaltigkeitskonzepte und die Idee einer beschäftigungsorientierten Umweltpolitik beruhen auf der Annahme, daß durch politische Rahmensetzungen, gezielte Maßnahmen sowie spezifische Instrumente im Idealfall nicht nur umweltschonende und zugleich wettbewerbsfähige Verfahren und Produkte durch das Innovationssystem hervorgebracht, sondern auch positive Beschäftigungseffekte induziert werden können. Für solche Korrelationen finden sich in der Tat theoretische Anhaltspunkte und empirische Belege, so z.B. in den intensiv untersuchten Themenbereichen "Nachhaltigkeit",
"Beschäftigung durch Innovation" sowie "Umwelt und Innovation". Vielfach erkennbare Erfolge in einzelnen Fallbeispielen dürften sich allerdings nicht zu einfachen Rezepten verdichten lassen. Auch gibt es Indikatoren, die zu Skepsis Anlass geben und eine differenzierte Betrachtungs- und Herangehensweise ratsam erscheinen lassen. Erforderlich erscheint eine kritische Diskussion vorliegender Studien hinsichtlich:

der theoretischen Fundierung und methodischen Ansätze,

der Abgrenzung des Untersuchungsbereiches (z.B. Umweltschutz, Ressourcenschonung/ Energieeffizienz, Nachhaltigkeit),

der zugrundeglegten Basisannahmen (z.B. zu demographischen, technologischen Entwicklungen)

der Resultate der Analysen (z.B. Folgen für Sektoren, Branchen, Berufe, Bildung/Ausbildung und Schlüsselqualifikationen),

die Vor- und Nachteile von Politikmaßnahmen (insbesondere im Hinblick auf Beschäftigungseffekte und weniger qualifizierte Arbeitsplätze und den Zusammenhang mit dem Bildungs- und Ausbildungssystem).

Laufzeitende:
01.11.2000


Durchführende Institution:
Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB), Berlin
http://www.tab.fzk.de/


Kontakt
Dr. Leonhard Hennen (TAB)
Telefon: 030 / 28491108
Email: hennen@tab.fzk.de


Datum des Eintrags:
01.01.1999


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