Rechtliche Risikosteuerung - Juristen und Ingenieure im Prozeß der Technikgenese


Themengebiet:
Politik & Recht

Branche:
Erbringung von sonstigen öffentlichen & persönlichen Dienstleistungen

Technikfeld:
Umwelttechnik


Kurzbeschreibung:
Die Eignung des Rechts als Mittel der Risikosteuerung entscheidet auch über die Möglichkeiten demokratischer Einflußnahme auf die technischen Entwicklungen. Aber auch andere normative Systeme wie etwa technische Normung oder professionelle Orientierungen der Ingenieurberufe liefern Beiträge zur gesellschaftlichen Risikosteuerung. Sie sind Ausdruck des Selbststeuerungsanspruchs des jeweiligen sozialen Feldes, in dem die Ingenieure als Profession oder die interessierten Unternehmen, Behörden und Forschungsinstitute tätig sind. Für den Steuerungsanspruch des Rechts als Form allgemeindemokratischer Entscheidungsfindung können die Selbststeuerungsansprüche anderer Lebens- und Berufsbereiche störend, unterstützend oder entlastend wirken. Ingenieure sind auf die normative Orientierung des Rechts angewiesen, sie können aber auch rechtliche Vorgaben nach eigenen Zielsetzungen konkretisieren. Das Recht kann Ingenieure zwingen, ist aber von ihrem Wissen und ihrer Selbstkoordination abhängig. Das
Forschungsvorhaben will dazu beitragen, Wege zu einer zivilgesellschaftlich verantworteten Kooperation beider Bereiche zu finden. Im Forschungsvorhaben wird untersucht, wie Recht im Zusammenwirken, in Abgrenzung und in Konkurrenz zu den beiden anderen normativen Systemen Risikoentscheidungen bei der Realisierung technischer Projekte beeinflußt. Diese Untersuchung wird konzentriert auf Störfallrisiken in den Technikbereichen Abwasserbehandlungsanlagen, Straßenbrücken und Müllverbrennungsanlagen. Für diese drei Technikbereiche werden jeweils 'konventionelle' Projekte, mit denen die Beteiligten bereits mehrfache Erfahrung gesammelt haben, und 'innovative' Projekte, in denen sie technisches oder rechtliches Neuland betreten, unterschieden.

Laufzeitbeginn:
01.01.1997


Laufzeitende:
31.08.1999


Förderung:
Volkswagenstiftung, Schwerpunkt Recht und Verhalten



Durchführende Institution:
Universität Gesamthochschule Kassel (Uni GhK), Fachbereich 14 (Bauingenieurwesen), Fachgebiet Ingenieursoziologie
http://www.uni-kassel.de/fb14/ingsoziologie/fginfo.html

Universität Gesamthochschule Kassel (GhK), Forschungsgruppe Technikkultur

Universität Gesamthochschule Kassel GhK), Fachbereich 6, Umwelt- und Technikrecht
http://www.uni-kassel.de/fb10/oeff_recht/


Kontakt
Dipl.-Sozialwirtin Ina Rust
Telefon: 0561 / 804-2689
Email: irust@hrz.uni-kassel.de


Homepage:
hhttp://www.uni-kassel.de/fb10/oeff_recht/


Datum des Eintrags:
01.01.1999


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