INVAS - Innovationsfähigkeit im Bereich der Softwareentwicklung und des Softwareengineerings bei veränderten Altersstrukturen
Themengebiet: Management & Produktion
Branche: Erbringung von Dienstleistungen überwiegend für Unternehmen, Datenverarbeitung
Technikfeld: Informations- & Kommunikationstechnik
Kurzbeschreibung: Das Verbundvorhaben wird im Auftrag des Bundesforschungsministers von drei Verbundpartnern durchgeführt. Diese bilden wiederum einen von fünf Verbünden, welche die Konsequenzen der demographischen Entwicklung für den Wandel des Standortes Deutschland erforschen. Das Angebot an jüngeren und hochqualifizierten Arbeitnehmern, die heute die Hauptlast bei der Entwicklung innovativer Software tragen, sinkt mittelfristig aufgrund der absehbaren demographischen Entwicklung. Ziel der Untersuchung ist, darzustellen, ob und inwieweit es möglich ist, durch neuartige Personalkonzepte die Innovationsfähigkeit des Mitarbeiters von seinem Lebensalter zu entkoppeln. Hierbei werden Leitbilder und Gestaltungsszenarien für eine noch in Zukunft wettbewerbsfähige Softwareentwicklung in Deutschland zusammengestellt. Das frühzeitige Erkennen von Entwicklungstendenzen ist für Unternehmen und politische Entscheider gleichermaßen wichtig, um Anpassungen an sich verändernde Verhältnisse durchzuführen.
Ausgangspunkt der Untersuchungen ist die Tatsache, daß Software ein immer bedeutenderer Bestandteil der Produkte vieler deutscher Firmen wird. Deshalb ist die internationale Konkurrenzfähigkeit der Softwareentwicklung ein wesentlicher Faktor für den Standort Deutschland. Neue technische Möglichkeiten und die Globalisierung der Softwaremärkte fordern eine erhöhte Innovationstätigkeit. In Zukunft werden es aufgrund der demographischen Entwicklung die heute noch in den Betrieben unterrepräsentierten älteren Mitarbeiter sein, die offensiv mit dazubeizutragen haben, daß diesen wachsenden Anforderungen Genüge getan werden kann. Im Rahmen der Untersuchungen wird erfragt, warum Softwareentwickler ihre berufliche Zukunft in diesem Aufgabenfeld nicht nutzen, welche Maßnahmen des Personalmanagements geeignet erscheinen, hier Verbesserungen zu erreichen. Es werden durch betriebliche Fallstudien, Expertenbefragungen und Delphirunden sowie Workshops, Handlungsoptionen und Leitlinien zur Möglichkeit
von Innovation bei veränderten Altersstrukturen erarbeitet. Des weiteren geht es darum, die Problematik der betrieblichen Innovationsfähigkeit in einer sich ändernden Gesellschaft ins Bewußtsein zu rücken, da die derzeitige Arbeitsmarktsituation diese überdeckt.
Laufzeitbeginn: 01.07.1996
Laufzeitende: 30.04.1999
Förderung: Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF)
Durchführende Institution: Brandenburgische Technische Universität Cottbus (BTUC),Fakultät 1, Lehrstuhl Technikphilosophie
http://www.physik.tu-cottbus.de/ztg/Techphil/
Kontakt Jochen Pack (Fraunhofer IAO)
Telefon: 0711 / 970 2018
Email: jochen.pack@iao.fhg.de
Homepage: http://www.pm.iao.fhg.de/invas_i.html
Datum des Eintrags: 14.02.1999
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