Neue Karrierewege und lebenslanges Lernen - das Beispiel der Führungskräfte der industriellen Produktion
Themengebiet: Bildung & Weiterbildung
Kurzbeschreibung: Führungsaufgaben in der Produktion haben sich in den letzten Jahren massiv verändert, in Deutschland ebenso wie in anderen europäischen Ländern. Manche Unternehmen haben darauf nur mit einer Verstärkung ihrer Weiterbildungsaktivitäten für Meister reagiert. Andere Unternehmen dagegen haben neue Einstellungs- und Karrierepolitiken geschaffen: Sie setzen auf Meisterpositionen (die teilweise umbenannt werden) Ingenieure oder Techniker ein; in Frankreich sind dies Höhere Techniker, in Großbritannien Graduates. Über die - positiven oder negativen - Ergebnisse dieser neuen Personalpolitiken ist bislang kaum etwas bekannt. Unbekannt ist zum einen, welche Folgen ein Verzicht auf den klassischen, aus der Arbeiterschaft aufgestiegenen Meister für die Unternehmen hat und wovon das jeweils abhängt. Unbekannt ist zum anderen, ob für diejenigen Meister, die damit ihre Position verlieren, neue Wege in Spezialistenpositionen geschaffen wurden, auf denen sie ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen
fruchtbar einbringen können, und wie sie die dafür notwendigen zusätzlichen Qualifikationen erwerben. Ziel der Untersuchung ist es, zunächst einmal fundierte Informationen über Veränderungen in Ausbildung, Karriereweg und Qualifikationsprofil der Produktionsvorgesetzten in den beteiligten Ländern und über die Folgen des Einsatzes von jüngeren Arbeitskräften mit höherer schulischer bzw. Hochschul-Bildung auf Führungspositionen der Produktion zu liefern. Durch vergleichende Analysen sollen dann verallgemeinerbare Erfahrungen mit den interessierenden neuen Personalpolitiken und mögliche Beispiele einer "good practise" festgehalten werden. Damit will das Projekt einen Beitrag leisten zu einer zukunftsträchtigen Bewältigung der in vielen europäischen Ländern bestehenden Probleme im Bereich der Produktionsführungskräfte.
Laufzeitbeginn: 01.05.1997
Laufzeitende: 30.04.1999
Förderung: Europäische Union
Durchführende Institution: Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung (ISF), München
http://www.gsf.de
Kontakt Dr. Ingrid Drexel
Telefon: 089 / 27 29 21-0
Email: isf@lrz.uni-muenchen.de
Homepage: http://www.isf-muenchen.de/Projekte/leonardo.htm
Datum des Eintrags: 14.02.1999
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